Author Topic: German Translation of Assange interview with Horowitz & Zizek  (Read 3079 times)

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Offline anon1984

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This transcript has been translated by anon1984. Dieses Transskript wurde von anon1984 übersetzt.

The World Tomorrow – Die Welt von morgen, Folge 2

3er Debatte mit Julian Assange, Slavoj Zizek und David Horrowitz

Vollständiges Transskript

[JAs Stimme aus dem Off] Ich bin Julian Assange, Herausgeber von WikiLeaks. Wir haben die Geheimnisse der Welt enthüllt; wir wurden von den Mächtigen angegriffen. Seit 500 Tagen werde ich ohne Anklage festgehalten, aber das hat uns nicht aufgehalten. Heute sind wir auf der Suche nach revolutionären Ideen, die die Welt von morgen verändern können.
[Programm-spezifisches Intro – JAs Stimme aus dem Off] Heute bekomme ich Gesellschaft von einem intellektuellen Superstar, den slowenischen Philosophen Slavoj Zizek. Ein ehemaliger anti-kommunistischer Dissident, der sich jetzt selbst als Kommunist bezeichnet. Zusammen rufen wir David Horrowitz an, einen ehemaligen Linksradikalen und Verbündeten der Black Panther, nun hitzig rechtsstehender Zionist. Ich möchte wissen, was sie über die Zukunft Europas und der Vereinigten Staaten denken. Die Unterhaltung wird hitzig. Zizek muss körperlich zurückgehalten werden. Wir schreien, schimpfen und unterhalten uns ruhig über Nazis und Palästinenser, Black Panthers und Israeliten. Über Obama, Romney und Stalin.
JA: David, Sie beschreiben sich selbst als konservativ, und Slavoj, Sie haben sich selbst als einen Kommunisten beschrieben. Aber nichtsdestotrotz haben Sie beide ein Bild von Stalin gehabt…
[Handy klingelt – Unterbrechung]
JA: David, können Sie mir sagen, was Sie mit konservativ meinen, und warum Sie ein Bild von Stalin haben?
DH: Nun ja, das Bild von Stalin, das an meiner Büro-Wand hing, war ein Bild von seinem Tod. Und ich bin konservativ weil die…Linken, die Utopisten keine Ahnung davon haben, wie die menschliche Natur ist, und darum sehen sie sich mit einem großen Problem konfrontiert, wenn sie an die Macht kommen, und zwar, dass die sich nicht in ihr Programm fügen, also töten sie sie und stecken sie in Gulags und äh, sie…das Problem mit der utopischen Idee ist die Idee…
JA: Slavoj?
SZ: Ok, zuerst, warum Stalin? Um mich genau zu erinnern – und hier stimmen wir vielleicht sogar zu einem geringfügigen Grad überein – um mich genau an die Risiken / Gefahren radikaler, politischer Experimente und so weiter zu erinnern.
DH: Ähm…ich…wissen Sie, ich weiß nicht, wie ich das, was Slavoj sagt verstehen soll, wenn er sagt dass Stalin da ist um ihn an die Gefahren totalitärer, einer totalitären Spannung in der Linken zu erinnern, oder an die Gefahren von…zu denen utopische Ideen führen können…weil er alle totalitären Bewegungen auf der Welt unterstützt, die ich sehen kann. Ähm, Sie sind ein Unterstützer der Sache, die dem Nazismus am nächsten kommt – der eine utopische Idee war – im Nahen Osten…äh…wissen Sie, Sie unterstützen die Palästinenser. Ich sehe nichts, was die Palästinenser, die die Juden töten wollen, von den, äh, Nazis unterscheidet.
SZ: Hören Sie, haben sie jemals das Westjordanland besucht? Es ist komplett sicher für Juden.
SZ: Nein, was ich sage…ich bin mit meinen jüdischen Freunden dort hin gereist. Es ist sicher und ich kann Ihnen sagen, was ich…es ist…ich sage nicht – ich muss das betonen, ich finde diese Idee geschmacklos – oh, was die Nazis den Juden angetan haben, tun die Juden jetzt den Palästinensern an, ich stimme zu, dass das geschmacklos ist, aber tut mir leid, die Palästinenser werden dort fertiggemacht…ziemlich heftig.
DH: Ja, sie werden von Hamas fertiggemacht, sie werden von der PLO fertiggemacht, sie werden von Saudi Arabien fertiggemacht…
SZ: Nein. Nein. Nein, hier widerspreche ich. Hier bin ich nicht einverstanden mit der Art und Weise, wie die Israeliten…
DH: Sie warden von Ägypten fertiggemacht, natürlich, aber nicht von den Juden.
SZ: …Arafat gedemütigt und so weiter, die israelische Politik hat dort einen Platz für den Einfluss der Hamas geschaffen.
JA: Ja.
SZ: Die zweite Sache…
DH: Oh, jetzt geben wir den Juden die Schuld an der Hamas, klasse. 
SZ: Oh mein Gott. Sehen Sie, das ist es, was ich an Ihnen nicht mag. Mein Gott, was auch immer ich sage, ich beschuldige die Juden. Wissen Sie warum…
JA: Na gut, ok, lassen Sie uns…[beruhigend] genug von den Juden, genug von den Juden.
SZ: Nein, nein, nein…Sehen Sie, was er will? Im Ernst, sehen Sie sich die jetzige Situation der Frauen im Irak an. So furchtbar es auch klingt, sie ist schlimmer als unter…
DH: Slavoj – Wer ist dafür verantwortlich? Es ist die internationale…hören Sie zu…
SZ: Die Vereinigten Staaten mit der eff drei Punkte Intervention…
DH: Es sind die internationale Linke und die Demokratische Partei in den Vereinigten Staaten die für Saddam und gegen George Bush gekämpft haben, als er in den Irak ging. Wir hätten sie physisch oder verbal unterdrücken sollen, wir hätten, wissen Sie…Wir hätten sie für ein paar Jahre besetzen sollen…
JA: David, ich meine, das ist aber ein unglaubliches Statement, es ist…
DH: …wir hätten Syrien kritisieren sollen, wir hätten Iran kritisieren sollen, aber Bush wurde von den Demokraten derart angegriffen…es hat noch nie eine so aufrührerische Bewegung von einer bedeutenden amerikanischen Partei gegeben. Sie unterstützten alle den Krieg, nicht alle, aber die Führung unterstützte den Krieg…Sie stimmten mehrheitlich…im Senat für den Krieg und dann wendeten sie sich dagegen und logen, sagten, dass Bush log. Bush hätte nicht über den Geheimdienst lügen können, weil Kerry und Rockefeller und Feinstein, alle Demokraten in den Geheimdienstausschüssen saßen. Sie hatten bessere Informationen als Julian.
  JA: Bei der Arbeit, die wir verrichten, der Arbeit, die WikiLeaks verrichten, erweitern wir die Grenzen einer bestimmten Art von Freiheit, die, wie wir sagen, vom ersten Zusatzartikel zur Verfassung [der USA, Anm. d. Ü.] geschützt wird, das heißt, die Freiheit, die Wahrheit über die Welt zu enthüllen, die Geschichtsschreibung vor Beeinflussung zu schützen und so weiter. Ich habe dieses unglaubliche Plakat gesehen, das die US-Armee produziert, es ist ein Poster von Jefferson, der sagt…mit einer großen Statue von Jefferson, die sagt ‚Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit’ – das ist der Preis der Freiheit – und da waren gigantische Abhöranlagen, Leute mit Pistolen und die Küstenwache und Leute, die mit Ferngläsern übers Meer schauen. Sie hatten Jeffersons Statement, welches bedeutete, dass wir ewig wachsam sein müssen, um einen starken Staat aufzuhalten, uminterpretiert zu ‚wir müssen einen starken Staat haben, einen aggressiven Staat, einen Überwachungsstaat, um die Freiheit zu behalten’.
DH: Ich denke, es ist bedauerlich, dass der Staat so groß ist, dass unsere Verteidigung so groß sein muss – es ist absolut bedauerlich, aber es ist eine Realität und…wissen Sie, ich würde gern auf Ihre Sache über Freiheit und Gleichheit zurückkommen…Natürlich sind Menschen ungleich, wenn Menschen ungleiche Talente haben, ungleiche Intelligenz, dann ist der einzige Weg, um sie gleich zu machen, ihnen die Freiheit wegzunehmen. Das ist der einzige Weg, wie man das machen kann, es gibt keinen anderen Weg. Also gibt es natürlich einen inhärenten Konflikt zwischen Freiheit und Gleichheit,
SZ: Hören Sie, ich bin hier kein Idealist, im Gegensatz dazu, was Sie denken. Ich bin nicht für totale Freiheit, alles sollte öffentlich bekannt gemacht werden, aber ich denke das – WikiLeaks tut das nicht. Alles was ich sage ist, wenn…die Art und Weise, wie große Mächte sich strukturieren, ein gewisser Level an Scheinheiligkeit wird erreicht, dann selektiv, wenn einfach – wie soll ich es sagen? – äh, natürlich werden wir immer dazu aufgerufen, der Staatsmacht zu vertrauen, im Sinne von tut uns leid, wir müssen gewisse Dinge diskret machen, es ist besser, ihr wisst nichts darüber – und ich stimme zu, wir müssen dieses Spiel spielen. Ich bin nicht dumm…und…aber wenn dieses Vertrauen offensichtlich missbraucht wird, können Dinge wie WikiLeaks eine sehr positive Rolle spielen. Tut mir leid, ich höre keine Gefahr aus…
JA: Slavoj, wenn die Revolution…wenn wir eine neue revolutionäre Regierung hätten, und WikiLeaks wäre in der Lage, die internen Diskussionen dieser Regierung in die Hände zu bekommen, und wir wären im Begriff, sie zu veröffentlichen…
SZ: Ich werde Ihre Frage beantworten…nun,….
JA: Würde ich… würde ich mit dem Rücken zur Wand stehen?
SZ: Sie würden mir zustimmen. Ich kann hier nicht widerstehen, einen Witz zu machen. Wissen Sie was? Es ist für mich zu schwierig, diese Frage jetzt zu beantworten, wo ich Teil dieser revolutionären Regierung bin. Ich schicke Ihnen meine Antwort in Ihre Gulag-Zelle in Sibirien [lacht]
JA: Wahrscheinlich.
DH: Die Idee ist…Es muss geordnete Freiheit sein. Es kann nicht…
SZ: Aber jede Freiheit ist in irgendeinem Sinne geordnet.
JA: David, an der Vorderseite von Guantanamo Bay steht der Slogan ‚Ehre, verpflichtet dazu, die Freiheit zu verteidigen’. Im Irak gibt es ein Gefängnislager, Camp Liberty [= Camp Freiheit, Anm. d. Ü.]  Das scheint mir ein Missbrauch des Wortes Freiheit zu sein und ich möchte von Ihnen wissen, denken Sie wirklich, dass dieser gewaltige Staat, der in den Vereinigten Staaten heranwächst, vollständig dazu notwendig ist, den Rivalen zu bekämpfen…diese Konkurrenz, die die Vereinigten Staaten in China, in Europa haben, oder ist das jetzt ein selbsttragendes System?
DH: Wissen Sie, es ist…Die Menschen sind das Problem, die Menschen sind das Problem. Sie sind gierig, sie lügen, sie sind hinterlistig, sie manipulieren…ähm, wissen Sie, sie sind egozentrisch. Wir verstehen das, und die Menschen in der Regierung sind einfach dieselben gefährlichen Leute mit mehr Macht, das ist also, warum wir die Kontrolle und die Ausgleiche haben und ich bin…ich bin total für, Sie wissen schon, für mehr Überprüfungen und dies und das. Wir leben jedoch in einem Umfeld. Die Vereinigten Staaten und Israel werden von der internationalen Linken angegriffen, die sehr mächtig ist, von all diesen Diktatoren in Südamerika mit denen Slavoj zurechtzukommen scheint…ähm, von den Islamo-Faschisten, äh, und wir leben in einer Zeit, in der sie Atomwaffen und chemische und biologische Waffen haben. Ich denke, deswegen wird es im 21. Jahrhundert eine Katastrophe geben, die alles in den Schatten stellen wird, was im 20. Jahrhundert passiert ist.
JA: Sehen Sie nicht die Errichtung einer riesigen, geheimnisvollen Bürokratie, wo man einander Gefallen tut, die verwickelt ist in ‚Rotating Door‘-Verträge etc. Sehen Sie nicht, dass das vielleicht ähnlich sein kann wie das, was in der Soviet Union vorgefallen ist, und dass wir eine starke Soviet Union brauchen…?
DH: Kann es. Kann es, wenn wir den Wettbewerb eliminieren, aber die Tatsache dessen…Sehen Sie, wir haben einen Linken im Weißen Haus, einen Kerl, der von Kommunisten erzogen und ausgebildet wurde, dessen ganze politische Karriere in der kommunistischen Linken war. Sie haben diese Konkurrenten, wissen Sie, Sie können nicht haben, was Sie von diesem Koloss denken, Sie kennen das Geheimnis, das alles kontrolliert. Sie haben, wenn Sie es vorziehen, es als viele Mafias zu betrachten, und sie gehen sich alle an die Gurgel und das ist es, was uns einigermaßen sicher sein lässt.
SZ: Ganz kurz gesagt, wissen Sie…lassen Sie mich zuerst etwas ohne Anti-Amerikanismus darlegen…
DH: Das Problem sind Länder wie Russland, wo man die Opposition abstellen kann…
JA: David…David…
SZ: Ja, ich weiß, Russland. Sie meinen Putin, ich weiß wen Sie meinen – Russland, Putin. Ist das nicht der Typ, dem Bush, als er ihn getroffen hat, gesagt hat, erinnern Sie sich, ‚Ich schaute Putin in die Augen und ich wusste dass ich dem Kerl vertrauen kann‘. Aber das ist nur eine Fußnote. Was ich sage ist, sehen Sie, sehen Sie…
DH: Das ist eines der dümmsten Dinge, die Bush gesagt hat, und das dachte ich auch zu der Zeit.
SZ: Ok, also lassen Sie mich weitermachen. Also, hören Sie, ich bin…unglücklicherweise…
DH: Zeigen Sie das im russischen Fernsehen?
SZ: Zuerst muss ich sage, Sie benutzen kommunistische…Sie wissen, das Kommunisten gerne ihre echte Opposition verschleiern – Demokratie – das müssen Sie wissen. Kommunisten nennen gerne jeden, der sich ihnen entgegensetzt, Faschist.  Würden Sie eine gemäßigte, demokratische…‘oh, eine faschistische Gegenrevolution‘. Was ich befürchte ist, dass Sie das Wort ‚Kommunist‘ in einer ungefähr ähnlichen Bedeutung verwenden. Wer auch immer dem konservativen amerikanischen Establishment ein bisschen kritisch gegenübersteht, der ist ein Kommunist. Dann ist Obama natürlich ein Kommunist…sie sind alle Kommuni…
DH: Halt! Sie sprechen nicht….Sie sprechen doch nicht von Barack Obama? Weil…
SZ: Ja. In welcher sinnvollen Bedeutung des Wortes ist er ein Kommunist…?
DH: Dann haben Sie keine Ahnung von Barack Obamas Herkunft, und wer er eigentlich ist, wenn Sie das sagen. Denn hier geht es nicht nur um meine eigene Kritik.
SZ: Nun ja, ich kümmere mich nicht um die Herkunft. Stalins Herkunft war ein religiöser Dichter, der Gedichte schrieb, ich habe ein paar davon, wie wir beide wissen. Lassen Sie mich kurz weitermachen. Äh, aber denken Sie nicht, dass es dennoch, denke ich, und das ist eine Tragödie, dass es nicht mal eine gute Sache ist. 
DH: Und Sie denken, dass die Schauprozesse nichts mit der Inquisition zu tun hatten, hä?
SZ: Aber denken Sie nicht, dass dennoch, für mich, das große Versagen von Bushs Präsidentschaft sein nicht…ich würde nicht das Wort aggressiv verwenden…grmmmph! drauf, manchmal braucht man es – seine nicht intelligente Politik war, die er…das Ergebnis dieses Jahrzehnts war, dass die Vereinigten Staaten faktisch nahe daran waren, ihre Position einer universellen Weltmacht zu verlieren, unter Bush.  Ihr, die Vereinigten Staaten, habt faktisch die Kontrolle über Lateinamerika verloren und so weiter und so weiter. Und ich denke, und das ist nicht – ich sage das nicht mit linker Schadenfreude – oh oh – schließlich haben wir die Vereinigten Staaten, aber ich denke wir betreten – ich neige sogar dazu, Ihnen zuzustimmen – eine sehr gefährliche, multizentrische Welt. All diese Träume, dass Amerika irgendwie die Kontrolle wiedererlangen wird, sind für mich, nochmals, ich sage das nicht mit irgendeiner, Sie wissen, was ich meine, von dieser linken…
DH: Sehr gefährlich – ich stimme zu.
SZ: Es ist eine gefährliche Welt, ich stimme zu. Punkt zwei: Sie wissen, Europa ist nicht so schlecht. Hören Sie, seien wir ehrlich, und für das hier werden mich viele Linke de Eurozentrismus anklagen, oder was auch immer, der Traum vom europäischen Wohlfahrtsstaat, mehr als – wenn sie mir diese europäische Liebe erlauben – mehr als, denke ich, sogar mehr als der Traum der Vereinigten Staaten -  war das nicht vielleicht der einzigartige Abschnitt in der menschlichen Geschichte nach dem zweiten Weltkrieg, der Wohlfahrtsstaat, wo so viele Menschen in solcher Sicherheit leben…äh, Freiheit, und so weiter. Machen Sie sich nicht zu viel über Europa lustig. Es war eine großartige Sache, solange es gedauert hat.
DH: Oh, es war eine katastrophale Zeit. Europa ist ein kultureller Themenpark, es ist unbedeutend. Das ist, was passiert ist. Das ist, was Ihr Wohlfahrtsstaat getan hat. Er hat Europa einfach aus dem Rennen geschmissen.
JA: Ich habe persönliche Erfahrungen mit dem sozialistischen Traumparadies Schweden gemacht, und ich kann Ihnen sagen, dass es nicht annähernd so ist wie in der Werbung.
SZ: Aber so war es vor 20/30 Jahren nicht. Darauf bestehe ich immer noch. Etwas ist dort kaputtgegangen…
DH: Ja, die Schweden haben keine Moral.

Part-2: http://www.wikileaks-forum.com/index.php/topic,10738.0.html
« Last Edit: May 01, 2012, 14:28:22 PM by Green »
[The] truth is incontrovertible. Panic may resent it, ignorance may deride it, malice may distort it, but there it is.
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Make it dark, make it grim, make it tough, but then, for the love of God, tell a joke. - Joss Whedon

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TEIL 2
JA: David, das Streben nach einer Utopie – das Streben nach einer besseren Lage – selbst wenn diese Lage Freiheit ist, ist sie mehr Freiheit, das ist ein Streben, eine Ausrichtung, die die Menschen zu haben wünschen. Sie können zeitgenössische Geschehnisse anhand der Ausrichtung ihrer Hoffnungen und Ideale abschätzen. Haben wir das nun an die Religion abgetreten? Denn die Religion ist da und wartet in der Lücke, um utopische Visionen aufzugreifen.
DH: Menschen können nicht mit dem Gefühl leben – die meisten Menschen können nicht mit dem Gefühl leben – dass ihr Leben sinnlos ist, dass sie einfach, Sie wissen schon, geboren werden und sterben und vergessen werden. Wenn Sie also ein religiöser Mensch sind, dann ist da eine Gottheit, die es…die es im Jenseits in Ordnung bringen wird, ihre Erlösung im nächsten Leben. Wenn Sie nicht religiös sind, wollen Sie eine Erlösung in diesem Leben. Das ist es, worum es bei der Linken geht – es ist eine religiöse Bewegung, und es ist kein Zufall, dass alle diese –ismen – diese Utopismen, ob es nun Kommunismus ist oder Faschismus oder Nazismus…
SZ: Oder Liberalismus.
DH: Oder was?
SZ: Oder Liberalismus. Das ist auch eine Utopie.
DH: Die Menschen müssen die Dinge besser machen wollen. Es mag eine Menge Ambition brauchen, um eine bescheidene Veränderung zu erreichen, also wissen Sie, ich versuche gerade, eine zu finden, die zu dem passen würde, was Sie tun wollen. Was Sie tun wollen, was Sie tun ist ein radikales Mittel, das sehr zerstörerische Konsequenzen haben kann. 
SZ: Aber es gibt Momente, in denen Sie…sehen Sie…wenn Sie Hitler und Holocaust haben…
[sie reden durcheinander]
DH: Das ist nicht der Weg, es zu tun.
SZ: Aber wenn Sie, zum Beispiel, Hitler und Holocaust haben, sagen Sie nicht ‚oh, lasst uns versuchen, freundlich mit dem Nazi Typen da umzugehen‘, es bescheiden tun…Sie müssen…
DH: Oh, Sie haben vollkommen recht.
SZ: Es gibt Momente, in denen man aggressiv sein muss, ich hoffe wir sind uns einig, wir sind uns hier einig. Und, zu all diesem Utopie-Zeug, für mich, meine Position ist eine bescheidene. Ich sehe, wie wir es alle tun, dass wir uns potenziellen Katastrophen nähern, und alles was ich sage ist, dass wir diesen Katastrophen vollständig, bewusst entgegentreten sollten – keine einfache, utopische Schgrmmmph! erzählen, kommunistisch oder liberal oder sonst was.
DH: Lassen Sie mich versuchen, diese Diskussionen zu verbinden.
SZ: Er will Generalsekretär sein – Stalin, der am Ende ein Resümee machte. Er ist immer noch ein Kommunist! Er ist hier ein Kommunist.
DH: Ich habe vergessen, was ich sagen wollte. Krieg ist der natürliche…Krieg ist der natürliche Zustand der Menschheit. Es hat immer Kriege gegeben, stimmt’s, von Anfang an, ok, und zwar viele. Friede kommt nur vor, wenn es ein Einvernehmen der Mächte gibt, oder eine einzige Macht, die Möchtegern-Aggressoren einschüchtern kann. Nun frage ich Sie, wen hätten Sie gerne als diese Macht, außer den Vereinigten Staaten?
SZ: Ich weiß nicht, aber die Vereinigten Staaten sind nicht mal mehr der Kandidat für mich.
DH: Und die Vereinigten Staaten…Nun ja, das ist, warum wir solch einer Katastrophe gegenüberstehen, aber Sie tragen dazu bei, indem Sie Linke ermutigen.
JA: Ist der Weg, um den Staat zur Rechenschaft zu ziehen nicht, einen freien Markt der Staaten zu haben?
SZ: Sie meinen, verschiedene politische Optionen…
JA:…verschiedene politische Optionen, und Menschen, die die Bedingungen in einem Staat nicht mögen, können dann in einen anderen Staat umziehen. Sie können ihre Geschäfte bewegen, sie können ihr Kapital bewegen, sie können ihre Familie bewegen.
DH: Die Vereinigten Staaten sind nicht ausgerüstet…wie wir im Irak gezeigt haben. Wir können nicht mal ein Land besetzen. Wir können kaum einen vier-Tage-Krieg führen, und das war ein sechswöchiger. Amerika ist…es ist ein Land, wo Menschen so…es gibt dort so viele Möglichkeiten…Die Menschen sind so beschäftigt damit, Spaß zu haben…äh…ich will nicht in den Krieg ziehen, die Amerikaner wollen nicht in den Krieg ziehen.
JA: Amerika muss durch Lügen in den Krieg getrieben werden.
DH: Nein, eigentlich war es Tony Blair, der das getan hat. Die Vereinigten Staaten sind angeschlagen – zum Teil, weil sein oberster Befehlshaber ein Linker ist.
SZ:  Hier widerspreche ich respektvoll und ich meine es ernst. Wenn die Vereinigten Staaten noch immer eine gewissen Anziehungskraft und so weiter für die Welt haben, es tut mir leid, sie zu informieren, dann ist das wegen Menschen wie Obama, die dort erfolgreich sein können.
JA: Vier Tage, nachdem Obama sein Amt angetreten hatte, autorisierte er seinen ersten Drohnenangriff in Pakistan. Wer, denken Sie, ist Obama wirklich?
DH: Als er das Amt übernahm, und tatsächlich schon, während er kandidierte, wusste er, dass das Militär seine Schwachstelle ist, also suchte er Pakistan aus. Er hat mehr Zivilisten getötet und die Linke lässt ihn damit davonkommen, weil die Linke eine religiöse Macht ist, sie hat nichts mit Prinzipien zu tun. Die Linke interessiert sich nicht dafür, äh, dass Asiaten, Sie wissen schon, von Drohnen getötet werden, Sie wissen schon…
[JA unterbricht]
JA: Aber was will er tun?
DH: …auf den Straßen, dagegen protestierend, was Obama in Pakistan und Afghanistan tut? Wissen Sie, es ist jenseits von…ich habe keinen Respekt mehr für Linke, weil ich nicht denke, dass sie prinzipientreu sind.
SZ: Sehen Sie, hier ist unser Unterschied. Wir beide sind kritisch Obama gegenüber. Sie sind kritisch ihm gegenüber.
[DH redet SZ dazwischen]
SZ: Sie sind kritisch Obama gegenüber, weil Sie denken, dass er ein Kommunist ist, ein Linker. Ich bin kritisch Obama gegenüber, weil ich, ganz im Gegenteil, denke dass er kein heimlicher Linker ist. Ist er nicht. Er gibt vor, ein Linker zu sein, ist er aber nicht, das ist das Problem.
DH: Sie wissen nicht, wovon Sie reden, Slavoj.
SZ: Ok, wer weiß…?
DH: Wissen Sie, ich meine, ich habe mir Tariq Ali angehört…ich meine, er hasst, was Obama tut, aber das…nur weil Sie ein Linke links von ihm sind…
SZ: Das sind Ihre alten linken Freunde, aber Tariq Ali ist nicht mein Freund.
SZ: Ich schlucke diese demokratische linke Sch-grmmmmmph! nicht, Sie wissen schon, von lokaler Basisdemokratie blah blah blah. Alles was ich sage ist, dass das Problem, das dem Kommunismus zum Aufstieg verholfen hat, immer noch da ist, hier bei uns.  Ich habe Angst davor, was passiert, wenn wir keine Lösung finden.
DH: Nein, nein, ist es nicht. Ja. Die Probleme werden für immer hier sein.
SZ: Ja, aber, Sie wissen, es gibt Probleme und Probleme.
DH: Das ist die realistische Sichtweise. Weil die Lösung – und der Austausch [?]…
JA: Ok, lassen Sie uns…Gentlemen, Gentlemen, wir haben noch viele Themen…
SZ: Darauf kommt es an…
JA: [lachend] Wir haben noch viele Themen…
SZ: Wir sind zwei Fanatiker und er ist ein Liberaler, der versucht…vielleicht sollten wir, Liberalisten der alten Schule, uns zusammentun, um diesen Liberalen loszuwerden.
JA: Wir haben noch viele Themen zu behandeln, und ich möchte sie behandeln, ok. Also, David, Sie waren bei den Black Panthers und blieben bei den nach Hughie bei den Black Panthers…
DH: Nein, ich war niemals ein Mitglied. Ich sammelte Geld für sie.
JA: Sie haben ihnen geholfen. Sie waren ihn ihre Aktionen involviert und Sia haben sie unterstützt, äh…
DH: Ja. Ja.
SZ: Sie waren wie diese Banker, die Hitler geholfen haben… Sie wissen schon, wenn ich die Metapher verwenden darf.
JA: …und Sie haben einen Buchhalter vom damaligen Ramparts Magazin eingekauft, das Sie herausgegeben haben – Betty Van Patter – und ich möchte Ihre Aufmerksamkeit gern auf einen Brief lenken, der Ihnen geschickt wurde in einem…äh, ‚Meiner Meinung nach waren sie die Person, die für Bettys Tod verantwortlich war, sie zu dieser bestimmten Zeit hinzuschicken, um die Bücher der Panthers in Ordnung zu bringen hieß so viel wie ihr ein weißes Ku-Klux-Klan Laken anzuziehen und sie nach…“
DH: Julian, das ist nicht…das ist nicht…das war nur ein verleumderischer Brief von einem verbitterten Typen, Sie wissen, der tatsächlich mit den Panthern zu tun hatte, bevor ich mit ihnen zu tun hatte und der niemals irgendetwas zu mir sagte.
Die Linke verteidigt die Sache und opfert dafür jedes Individuum, in diesem Fall war es ich.
JA: David, denken Sie, dass diese Tragödie…ich meine, Sie waren in einen Mord verwickelt – ich meine, ein Mord fand um Sie herum statt. Das ist etwas von großer persönlicher Bedeutung für Sie und es muss Ihre Sicht auf die Welt beeinflusst haben, aber denken Sie, dass Sie…Hat das Ihre Augen für die Realität geöffnet, oder hat es Ihre Wahrnehmungen eher eingefärbt?
DH: Nun, ich war mir dessen sehr bewusst. Als, Betty wurde getötet…oder ihre Leiche wurde im Februar 1975 gefunden, ähm, danach habe ich nichts Politisches getan für die nächsten…äh, neun Jahre. Ich wählte 1984 Reagan und es war da, dass ich als Konservativer in Erscheinung trat. Natürlich wurde ich von der Linken massiv angegriffen, aber ich hatte nichts gesagt… …ich wollte sagen, ich hatte nichts negatives ge…ich hatte in den ganzen neun Jahren keine politischen Aktivitäten durchgeführt, die die Linke angriffen, weil ich mir sehr bewusst war, dass ich…dass ich…wissen Sie, ich fühlte mich von der Bewegung betrogen, ich fühlte mich schuldig wegen dessen, was ich unterstützt hatte, äh, also wartete ich, bis ich einigermaßen ruhig war. Wissen Sie, es liegt in Ihrem Charakter, ob Sie leidenschaftlich sind oder nicht, aber äh…
JA: David, nach Betty Van Patters Tod begannen Sie, Biographien zu schreiben – der Rockefellers und anderer großer amerikanischer Familien…
DH: Richtig, richtig…
JA: Ich meine, als Sie begonnen haben, all diese Biographien zu schreiben, haben Sie Mitglieder dieser Familien mit guten Beziehungen interviewt?
DH: Ja.
JA: Sie bewegten sich in neuen gesellschaftlichen Kreisen als Ergebnis Ihrer Biographie…
DH: Nein, nein, nein. Ich bin mein ganzes Leben lang wirklich ziemlich gleich geblieben. Ich habe mich nicht in irgendwelchen neuen Kreisen bewegt…ich meine, das tat ich. Das musste ich. Ich habe fast jeden Freund verloren, den ich als Linker jemals hatte, und das war in der Mitte meines Lebens, also stellte ich meine Freundschaften wieder her. Ich denke, das ist ein entscheidender Faktor, der Menschen in der Linken hält, dass sie wissen, dass sie alle ihre Freunde verlieren werden, wenn sie die Grenze überschreiten…
[Telefon unterbricht erneut]
SZ: Kein Problem…ich bin für Kommunismus mit einem menschlichen Gesicht, wo es mir erlaubt sein wird, das zu tun…[lacht]
SZ: Nein, ernsthaft – nur, um das zu Ende zu bringen –
DH: Nicht, dass ich Aktivismus oder was Sie tun irgendwie schlechtmache. Ich muss mit Leibwächtern an Universitäten gehen, wegen der faschistischen Linken in diesem Land.
JA: Ich habe überall Morddrohungen…
SZ: Ich bin der einzige Kerl hier im Raum, der von Rechten körperlich angegriffen wurde, weil er ein Kommunist ist, und von Kommunisten, weil er ein Verräter des Nationalismus ist…
DH: Komm schon, komm schon.
SZ: Nein, nein, ich mache keine Witze.
JA: David, wen werden Sie in der kommenden Wahl wählen?
DH: Nun ja, wir haben noch keinen Kandidaten, aber wenn Sie wollen…
JA: Nun ja, ich meine von den Kandidaten.
DH: Ich denke, Romney hat die besten Chancen, diesen Typen zu schlagen.
JA: Obama zu schlagen?
DH: Ja, ich bin mit keinem glücklich.
SZ: Hier stimme ich Ihnen zu. Es ist sehr tragisch und vielleicht in Wahrheit auf lange Sicht schlecht für die Kraft der Vereinigten Staaten das die Republikanische Partei, wie es für mich aussieht, einfach nicht dazu in der Lage war, einen Kandidaten hervorzubringen, der genug Zugkraft und so weiter hat.
DH: Ich stimme zu.
SZ: Es ist sehr traurig. Ich bin nicht glücklich darüber.
DH: Ich stimme zu. Es ist zu SCHLIMM.
JA: Danke, David Horrowitz.
SZ: Entschuldigung. Er ist ein geheimer…er ist sogar schlimmer als ein Kommunist, er ist ein Sozialist mit einem menschlichen Gesicht, das ist die niedrigste Form der Existenz.
DH: Ich weiß nichts über die…
SZ: Sozialismus mit einem menschlichen Gesicht ist die niedrigste Form, es ist wie Frösche, die da kriechen. 
JA: Ok, danke, Gentlemen. Tschüs…
SZ: Ok, mein Gott, lassen Sie uns…aber, wissen Sie, Sie müssen ein bisschen stalinistische Arbeit verrichten. Das war irre.
SCHLUSSMUSIK / NACHSPANN
SZ: Meine Idee ist, dass sie Sie ins Flugzeug setzen. Grmmmph! drauf. Die Gewerkschaften sollten sagen, wir fliegen nicht, wenn Sie… oder irgend so was…wissen Sie. Ich denke, es ist an der Zeit, den Einsatz zu erhöhen.

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« Last Edit: April 25, 2012, 23:02:57 PM by Green »
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